2020 zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen

Für alle die es noch immer nicht glauben wollen, jetzt die offiziellen Zahlen. Die Herausforderungen die vor uns liegen sind groß und neben dem Klimawandel an sich, müssen wir uns auch dringend mit den Klimawandelfolgen auseinandersetzten. Diese betreffen auch den ländlichen Raum und sind nicht auf Großstädte reduziert. Leider leben wir nicht in Bullerbü… aber es ist schaffbar, davon bin ich fest überzeugt. Nur müssen wir anfangen.

WIR GESTALTEN GEMEINSAM ZUKUNFT. JETZT!

Ein frohes und gesundes Jahr 2021

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.“ (Albert Einstein) 

In diesem Sinne packen wir es gemeinsam an: für eine lebenswerte Zukunft, für Klimaschutz und für eine starke Demokratie. Ich wünsche Dir ein frohes und gesundes Jahr 2021, in dem wir unsere Zukunft in die Hand nehmen und bestmöglich gestalten!

Wünsch Dir was Postkarten

Die letzten Postkarten werden von fleißigen Helfern dieses Wochenende verteilt. So erfahren möglichst viele Menschen im Wahlkreis von der Wünsch-Dir-was-Aktion und können sich beteiligen. Die ersten Wünsche sind bereits eingetroffen! Ab Mitte Januar gehe ich dann auf meiner Website auf einzelne Wünsche ein (natürlich anonymisiert) und nehme dazu aus grüner Sicht Stellung.

5 Jahre Pariser Klimaabkommen – Sind wir auf einem guten Weg?

Mit dem Pariser Klimaabkommen war am 12.12.2015 ein Meilenstein erreicht! Auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 haben sich alle 195 Staaten der Welt dazu verpflichtet, Maßnahmen zum Klimaschutz umzusetzen, um die weltweite Erwärmung auf unter 2°C beziehungsweise möglichst unter 1,5°C Anstieg im Vergleich zu vorindustriellen Werten zu begrenzen.

Das Abkommen gab damit das Signal, dass ein grundlegender Wechsel notwendig ist, um den Bedrohungen durch den Klimawandel zu begegnen. Alle Staaten verpflichteten sich zu einem Handeln mit Rücksicht auf die natürlichen Grenzen unseres Planeten und zur Senkung der Emissionen.

Doch der weltweite CO2-Ausstoß steigt weiter!

Unter den aktuellen Rahmenbedingungen werden wir die Pariser Ziele nicht einhalten können!

Daher setze ich mich auf kommunaler Ebene in der Verbandsgemeinde Wörrstadt und im Landkreis Alzey-Worms dafür ein, dass der Klimawandel nicht weiter angeheizt wird und dass wir uns schon jetzt bestmöglich auf die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels vorbereiten.

Doch es braucht Rahmenbedingungen auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene dafür, um lokal wirksam werden zu können. Gute Ansätze dafür gibt es bereits, es fehlt jedoch noch zu oft an Entschlossenheit. Die fordern auch die Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future ein. Sie sehen die Klimakrise als reale Bedrohung für die menschliche Zivilisation und fordern, dass die Politik sich dieser Hauptaufgabe des 21. Jahrhunderts stellt.

Daher mein Appell: Wir sehen an der Corona-Krise, zu welchen Veränderungen in unserem Alltag wir alle fähig sind, wenn es darauf ankommt. Um die Klimakrise in den Griff zu bekommen, sind weit weniger Einschränkungen als aktuell erforderlich. Es bieten sich sogar zahlreiche neue Chancen, die wir jetzt ergreifen können. Die Klimakrise ist für uns im Moment noch nicht so stark spürbar, sondern wirkt sich momentan eher in anderen Regionen der Welt aus. Doch auch bei uns sind schon ungewöhnliche Häufungen von Dürren, Überschwemmungen, Überhitzung und Stürmen zu verzeichnen. Wir müssen jetzt handeln, wenn wir unsere Lebensqualität erhalten wollen. Jetzt können wir noch gestalten. In einigen Jahren werden wir sonst zu gravierenden Einschränkungen gezwungen sein. Und nachfolgende Generationen müssen die Zeche dafür zahlen, dass wir es heute bequem haben wollen und das Problem einfach kleinreden. Ich kann die Wut der Jugendlichen gut verstehen und will auch schon wegen meiner eigenen Töchter, dass wir endlich entschlossen und zügig an Lösungen arbeiten. Ein großer Teil der Bevölkerung und der Unternehmen steht in den Startlöchern und ist bereit für diesen Weg!

Teilen Sie mir gerne Ihre Gedanken dazu mit!

Sie erreichen mich meiner Sprechstunde am Montag zwischen 16 und 17 Uhr unter der Telefonnummer: 0176 70033356.

1. Rhoihesse-Talk – Thema: Radverkehr in der Region

Am 9. Dezember haben wir unseren ersten Rhoihesse Talk. Wir starten damit ein neues Austauschformat und laden Sie & Euch herzlich dazu ein.

Die GRÜNEN Direktkandidat*innen in Mainz-Bingen, Alzey-Worms und Worms laden zum Rhoihesse-Talk ein. Zum Auftakt unserer Reihe möchten wir uns über den Radverkehr in unsere Region mit Ihnen & Euch austauschen. Schaltet gerne ein und stellt Eure Fragen live in die Kommentare, wir freuen uns auf Euch!

Herzliche Grüße,
Jean-Sebastien Larro, Wahlkreis 34 Alzey
Katharina Lindner, Wahlkreis 30 Bingen
Katharina Schmitt, Wahlkreis 33 Worms
Kerstin Claus, Wahlkreis 31 Ingelheim
Pia Schellhammer MdL, Wahlkreis 32 Rhein-Selz/Wonnegau

 

 

Boden ist mehr als nur Grund – Heute, am 05.12. ist Weltbodentag!

Wissen Sie, wieviel Leben Sie täglich mit Füßen treten? Damit sind die im Boden lebenden Organismen gemeint, das sogenannte Edaphon. Dieses Edaphon, eine Gemeinschaft aus Bakterien, Pilzen, Einzellern, Springschwänzen, Asseln und natürlich Regenwürmern, ist entscheidend für die Fruchtbarkeit eines Bodens. Sie machen Mineralstoffe pflanzenverfügbar, halten Nährstoffe im Boden, zersetzen organischen Abfall und wandeln ihn in wertvollen Humus um, filtern Schadstoffe aus dem Boden und sind selbst wiederum Nahrung für andere Bodenlebewesen.

Für mich als Diplom-Geograph mit den Schwerpunkten Bodenkunde, Hydrologie und Klimatologie, ist der rheinhessische Boden ein Schatz: „Der ertragfähigste Boden, der sogenannte 100er Boden, wurde unter anderem in unserer Region gefunden. Diesen Schatz gilt es zu bewahren!“ Die landwirtschaftliche Praxis der letzten Jahrzehnte sieht bis heute leider häufig anders aus. Der wertvolle Löss wird von kahlen Äckern nach der Ernte über Landstraßen verweht. Hecken fehlen, die dies verhindern könnten. Böden werden mit sogenannter Muttererde aufgeschüttet, um Erosion auszugleichen oder Bodenwellen zu glätten. Schwere landwirtschaftliche Maschinen verdichten den Boden und nehmen den Bodenlebewesen die Luft zum Atmen. Überdüngung stört das empfindliche Gleichgewicht im Edaphon, Nährstoffe werden ins Grundwasser ausgewaschen. Diese Liste ließe sich noch weiterführen. Doch schon jetzt ist klar: Hier braucht es ein Umdenken.

Viele Landwirte haben inzwischen den Wert des Bodenlebens erkannt. Sie sorgen zum Beispiel mit Gründüngung für Nahrung für die Bodenlebewesen. Zusätzlich diese Pflanzen bauen Humus auf und verankern mit ihren Wurzeln den Boden, damit er nicht verweht werden kann. Humus stabilisiert den Boden und verändert außerdem das Wasserhaltevermögen und damit den Wasserhaushalt im Boden. Biobauern konnten mit ihren Kulturen die letzten Dürrejahre zum Teil besser überstehen als konventionelle Landwirte, weil sie nach einem anderen Konzept arbeiten. In diese Richtung müssen wir angesichts der Folgen des Klimawandels denken.

Und auch für den Klimawandel selbst bietet der Boden Lösungen. Im Boden lässt sich CO2 binden, zum Beispiel durch den Humusaufbau oder durch den Einsatz von Terra Preta. Interessante Projekte und gute Beispiele dafür gibt es bereits, auch in unserer Region.

Hier in diesem Beitrag von Planet Wissen ist eine schöne Übersicht zu den Bodenlebewesen:

 

Mein E-Bike wird winterfit

Im Juli diesen Jahres wurden wir gewalttätig durch einen LKW gezwungen, unseren geliebten und treuen Toyota zu verschrotten. In drei Jahren hätte er sich ein H-Kennzeichen verdient gehabt!

 

Diesen „Anstoß“ nahm ich zum Anlass, mir statt eines neuen Autos endlich ein E-Bike anzuschaffen. Seitdem bin ich viel herumgekommen. Bis heute knapp 1.700 km. Statt Autobahn und Landstraße fahre ich kleine Wege und lerne Ecken kennen, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Weite Strecken sind mit dem E-Bike kein Problem, sondern gut für meine Fitness. Der Sommer und der Herbst vergingen damit sehr angenehm, doch nun steht der Winter vor der Tür. Es gibt keine Auto-Alternative, also: Das E-Bike und ich müssen winterfit gemacht werden. Schlamm und Erdbatzen auf den Wegen verwandeln ehemals idyllische Strecken in gefährliche Schlitterpartien. Dazu kommen Kälte, Nebel, frühe Dunkelheit und aus Natursicht hoffentlich auch Regen und Schnee. Auf dem Fahrrad kann es da schon ungemütlich werden.

Die Kleidung und Beleuchtung sind geklärt, aber nun ist das E-Bike dran: Winterreifen sind notwendig, um den erforderlichen Grip zu behalten.

vorher

nachher

Ich war sehr gespannt, wie sich das Fahrgefühl dadurch ändert und wie ich mit den äußeren Umständen klar kommen würde. Der erste Lauf war ein Traum. Selbst der rutschige Schlamm auf den Wegen war erstmals kein Problem mehr. Mal sehen, was der Winter noch so zu bieten hat!

 

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